Der Bundesfreiwilligendienst (2017 – 2019)

Später bekam ich mit, wie meine Kollegin Gedächtnistraining mit dem Alphabet mit Blumen, Berufen und mit Tieren machten. Ich dachte, da kann man bestimmt noch mehr machen, wie wir es schon in der Schule und in der Freizeit spielten. Ich machte es dann mit Ländern, Städten, Flüssen, Nahrungsmitteln und Gegenständen. Und zu Weihnachten mit Weihnachtlichen Deko-Gegenständen, Traditionen, Essen und Liedern. Besonders das Alphabet mit Nahrungsmitteln und Gegenständen hat es in sich, aber da kommen zum Teil noch tolle Antworten, auf die man selbst nicht gekommen wäre. (Das ist natürlich immer Tagesformabhängig, mal geht es sehr gut und schnell und manchmal eben nicht). Einige sind dadurch richtig aufgeblüht, wenn ihnen mehrere Sachen eingefallen sind, war es für sie ein richtiges Erfolgserlebnis, was so schön für mich zu sehen war! Ich glaube Förderung ist gut, dann bleibt mehr erhalten!

Bereits nach ein paar Monaten wusste ich, dass ich das, was ich tue, für immer tun möchte. Aus diesem Grund ging ich zu meiner Chefin und erzählte ihr, dass ich Interesse hätte richtig bei ihnen anzufangen.

Sie sagte, ich mache mich wirklich sehr gut, laut der Rückmeldungen von meinen Kollegen und den Bewohnern. Sie sagte, sie würde sich für mich stark machen. Ich rief sofort bei meiner Beraterin vom Arbeitsamt an und sagte, dass ich mich für die Qualifikation zur Betreuungskraft gemäß § 43b interessiere und sie gerne nach dem BFD absolvieren möchte. Und dass mir nichts Besseres passieren kann, weil man die dreimonatige Qualifikation in Teilzeit machen und später auch in Teilzeit arbeiten kann. Meine Beraterin sagte mir, dass es eine gute Möglichkeit sei und wir bald anfangen würden, alles in Erfahrung zu bringen und Weiteres in die Wege zu leiten.

Ich entgegnete sofort: „Nicht bald, wir beginnen jetzt, nicht, dass hinterher was dazwischenkommt und es dann nicht klappt“. Meine Vorahnung sollte sich noch als richtig herausstellen.

In der Zwischenzeit habe ich bei den Bildungsstätten angerufen die diese Qualifikation anbieten.

Ich brauchte den Drei-Monats-Kurs, der beinhaltet 160 Schulstunden und vier Wochen Praktikum. Der Kurs kostete von 700,00 € bis über 800,00 € für so eine kurze Zeit, das fand ich sehr teuer! Ich dachte erst, ich müsste den Kurs selbst zahlen, aber die Kosten werden vom Arbeitsamt getragen. Ich fand nach mehrerem Telefonieren heraus, dass es am besten bei den Johannitern funktionieren würde, weil es dort mit dem Rollstuhl gehe und der Kurs in Teilzeit angeboten wird. Meine ganzen gesammelten Informationen leitete ich sofort an meine Beraterin beim Arbeitsamt weiter auch die Information, dass das Integrationsamt die Hälfte der Kosten für den Fahrdienst und der Assistentin tragen werde, da es dann ein richtiges Arbeitsverhältnis sei.