Die Fachoberschule (2015 – 2017)

Die Monate vergingen und die elfte Klasse war geschafft, das Praktikum war beendet, darüber war ich etwas traurig, da meine Kollegen wirklich super waren.

Aus diesem Grund werde ich meine Kollegen immer in guter Erinnerung behalten! Mit meinem Zeugnis war ich nicht ganz zufrieden, aber in der zwölften Klasse wollte ich alles geben.

In der zwölften gab ich mir richtig Mühe, weil ich wusste, dass es jetzt auf etwas ankommt. Wir bekamen einen anderen Mathelehrer und eine andere Deutschlehrerin. Der Mathelehrer war der Leiter der FOS, der damals nicht begeistert war, dass ich nicht mehr so lange am Praktikum und zur Schule konnte, aber er hatte auch nur seine Vorschriften, an die er sich zu halten hat. Deswegen nahm ich mir vor ihm zu zeigen was ich schulisch drauf habe, ich riss mir wirklich den Arsch auf. Das zeigte sich auch: die erste Klausur eine zwei, die Zweite eine eins, die Dritte eine eins und die Vierte eine zwei, auf die ich aber aufgrund einer ausgleichenden Aufgabe auch noch auf eins bekam. Mündlich gab ich auch alles, dadurch konnte ich zeigen, dass ich die elfte Klasse zurecht angerechnet bekommen hatte. Die neue Deutschlehrerin war streng, aber ich lernte bei ihr mehr in Deutsch als die ganzen Jahre davor. So dass ich mich jetzt zum Beispiel bei Vorstellungsgesprächen perfekt ausdrücken kann und seitdem kann ich auch gut formulieren, das ist für mich sehr hilfreich zum Beispiel, wenn ich Anträge schreiben muss. Irgendwie hat sie mich auch dazu inspiriert zu schreiben, da sie gesagt hatte, dass jeder schreiben könne, es komme nur darauf an, wie viel man an sich arbeitet und wie sehr das Herz dranhängt und das man Mut braucht, sich der Welt zu offenbaren. Sie hat mir beigebracht, Bücher zu schätzen, ich war vorher nie jemand der gerne ein Buch gelesen hat, ich habe sie nur gelesen, wenn ich musste zum Beispiel für die Schule, aber sie hat mir bewusst gemacht, es seien nicht nur Bücher, nein es sind Werke, in den viel Arbeit, Kreativität, Leidenschaft und Mühe steckt.

Etwa einen Monat danach bekam ich die größte und, am besten verheimlichte Überraschung, in meinem Leben. Ich fuhr ganz normal in die Schule, dann stand auf einmal Lisa vor der Schule. Ich sagte zu ihr:“ Was machst du denn hier?“ und sie antwortete: “Wir gehen jetzt wieder zusammen auf eine Schule“. Sie hatte vorher schon ein paar Andeutungen gemacht, aber ich dachte nicht, dass es Wirklichkeit wird. Also waren wir nach acht Jahren wieder auf einer Schule, sie war zwei Mal die Woche in der Schule, da sie eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin machte, bevor sie ihr Studium zur Zahnärztin beginnt. Die zwei Wochentage wurden dann die besten, wir hatten jede Menge zu erzählen in jeder Pause. Wir erzählten uns alles, es gab nichts, was wir nicht besprechen konnten. Wir hatten viele Themen zum Beispiel über die Schule, Lehrer, Freunde, Familie und Politik.

Über die Politik konnten wir viel diskutierten, da wir mit einigen Entscheidungen und Gesetzen nicht einverstanden waren. Ab dort führten wir einen Mädelsabend ein, nur wir zwei, aber meistens drei mit meiner Schwester: quatschen, Pizza, Spiele, einen Horrorfilm und meistens ein kleines Fotoshooting. Hier ein Bild für Sie, damit sie mal ein Bild zu den Personen haben, von den ich ihnen erzähle. Auf dem Bild links das ist Lisa, in der Mitte das bin ich und rechts ist eigentlich Luisa (die nicht gezeigt werden möchte).

Lisa war erst nicht von Horrorfilmen begeistert, aber nach dem ersten Film fand sie gefallen an dem Chrome, ich liebte diese Art von Film sowieso und bei meiner Schwester kommt es auf den Film an. Wir lachten auch sehr viel, wenn wir drei nämlich erstmal zusammen sitzen kommt ein lustiger Spruch nach dem anderen oder Geschichten von früher. Da kann man nicht anderes außer Tränen lachen. Meine Familie ist von Lisa begeistert, meine Mama sagt, sie gehöre doch schon zur Familie.