Die Qualifikation zur Betreuungskraft gemäß § 43b (März – Juli 2019)

Als erstes rief ich bei dem Arbeitsamt an, ich erklärte dort, dass es wahrscheinlich ist, dass ich ab 01.08.2019 eine Stelle beim GDA antreten kann und wir beginnen sollten, die Zusammenarbeit mit dem Fahrdienst und der „Selbsthilfe Körperbehinderte“ in Göttingen, die die Assistentin stellt, abzuklären. Die Dame von der Agentur für Arbeit erklärte mir, dass das Arbeitsamt die Kosten für den Fahrdienst tragen wird und das Integrationsamt die Kosten für die Assistenz. Das hieß für mich, ich musste zwei Anträge stellen, die Dame sagte mir aber wir hätten noch zwei Monate, das sei genug Zeit. Ich sagte, vielleicht sollten wir jetzt schon alles anfangen, in die Wege zu leiten, die Dame entgegnete, wir warten noch auf die endgültige Zusage. Nach diesem Gespräch rief ich beim Integrationsamt an, der Herr sagte mir das selbe, worauf hin ich fragte, ob sie das dann auch noch alles organisiert bekommen, er meinte, es sei kein Problem. Am nächsten Tag rief ich beim Fahrdienst PUK- Minicar an und erklärte Ihnen, dass ich vielleicht ab August eine Stelle beim GDA antreten kann und ob sie die Fahrten übernehmen können und dass es die selben Fahrzeiten wären, wie beim Praktikum nur, dass dann auch Fahrten am Wochenende dazu kommen würden. Sie sagten ja, das könnten sie gerne übernehmen, ich müsse ihnen nur zwei Wochen vorher Bescheid geben, dann würden sie alles genau planen. Danach rief ich bei der „Selbsthilfe Körperbehinderte“ an und erklärte es ihnen auch, die Dame sagte, sie höre sich schon mal nach einer Assistentin für mich um.

Dann wartete ich erstmal ab, eine Woche später wartete ich auf dem Anruf von GDA, die stellvertretende Chefin rief mich an, dass sie noch nichts neues weiß und sich sofort bei mir meldet, wenn sich das ändert. Wegen all diesem Stress plus das Lernen für die Prüfung machte sich mein Körper bemerkbar. Er reagierte mit heftigen Zuckungen am Arm und Kopf oder mit nicht mehr richtig greifen können der rechten Hand, ich konnte manchmal nicht richtig mein Glas greifen oder mein Toast schmieren. Außerdem hatte ich jeden Tag starke Kopfschmerzen und konnte auf dem linken Ohr deutlich schlechter hören. Zwei oder drei Wochen später bekam ich endlich einen Anruf vom GDA, sie sagten, ich könne zum 01.08. meine Stelle antreten, ich freute mich einfach riesig und konnte es kaum fassen.

Danach schrieb ich sofort eine E- Mail an die Agentur für Arbeit und sagte, dass sich meine Ansprechpartnerin telefonisch bei mir melden sollen. Am nächsten Tag rief sie mich an, ich sagte, dass ich die Zusage habe und Anfang Augst beginnen kann. Sie sagte, sie freue sich sehr für mich und dass es jetzt tatsächlich schon etwas knapp wird, alles zu organisieren und sie die nächste Woche auch noch Urlaub hat, danach wird sie sich mit dem Integrationsamt treffen und sich dann nochmal beraten wegen der Übernahme der Kosten. Anschließend rief ich beim Integrationsamt an, er erzählte mir genau das gleiche und dass sie ein Treffen für den 18.07. vereinbart haben.

Ein paar Tage später bekam ich den Antragsbogen für die Übernahme der Kosten für den Fahrdienst zugeschickt, ich füllte den Antrag umgehend aus und schickte ihn sofort zurück. Am 19.07. bekam ich dann einen Anruf, dass das Arbeitsamt die Kosten für den Fahrdienst tragen wird und sie hoffen, dass sie das noch alles mit dem Papierkram und dem Fahrdienst geklärt bekommen bis Anfang August, ich sagte mit dem Fahrdienst und der Selbsthilfe habe ich schon alles geklärt, ich muss nur noch die Uhrzeit durchgeben. Sie sagte: „Dann müssten wir es schaffen, aber ich sollte noch zu einem Gespräch beim Integrationsamt kommen“. Am 22.07., zwei Tage vor meiner Prüfung, war der Termin, ich musste alles erklären, wobei ich Assistenz benötigte, des Weiteren musste ich eine Kopie meines Behindertenausweises vorlegen. Danach setzten wir einen Antrag auf, anschließend erklärte er mir, da jetzt nicht mehr viel Zeit ist, werden sie es erstmal für zwei Monate genehmigen, in dieser Zeit werden sie prüfen, ob alles der Wahrheit entspricht und innerhalb dieser zwei Monate werden sie auch bei mir an der Arbeit vorbei kommen und die Assistenz überprüfen. Ich war einfach froh, dass es noch klappte.

Ein paar Wochen vorher habe ich einfach so mit Sabine geschrieben und sie dann gefragt, ob sie wieder als meine Assistentin arbeiten möchte, sie sagte: „Sehr gerne“. Sie stellte sich dann bei der Selbsthilfe vor und wurde für mich als Assistentin eingestellt, ein Tag in der Woche wurde von einer anderen Dame übernommen. Ich war sehr froh, dass sie es wieder machte, denn wenn man so lange zusammenarbeitet, ist man ein perfekt eingespieltes Team.